Häufig gestellte fragen:

DER WEG INS FRAUENHAUS

Die Rufnummer 0201 66 8686 kann Tag und Nacht angerufen werden. Wenn Sie ins Frauenhaus möchten, beschreiben wir Ihnen den Weg zu einem Treffpunkt, von dem wir Sie abholen. Die Adresse des Frauenhauses ist nicht öffentlich.

Wenn bei uns aktuell kein Platz frei sein sollte, bekommen Sie unter dieser Rufnummer Auskunft darüber, in welchem Frauenhaus in der Umgebung zu dem Zeitpunkt Plätze frei sind.

Sie können sich auch im Internet informieren:

WEGGEHEN VORBEREITEN

Es ist hilfreich, wenn Sie einige Dinge mitbringen können.

  • Ausweise oder Pässe
  • Krankenversicherungskarten
  • Geburtsurkunden, Heiratsurkunde
  • Leistungsbescheide, Arbeitspapiere
  • Dringend benötigte Medikamente
  • Schulsachen für Schulkinder
  • für Babies evtl. spezielle Nahrung für einige Tage
  • Kleidung für 2–3 Wochen
  • persönliche Dinge aus Ihrer Wohnung, die Ihnen lieb und wert sind (Photos, Schmuck)

Einiges können Sie vielleicht vorher bei einer Vertrauensperson deponieren, um es später zu holen. Wenn etwas fehlt, unterstützen wir Sie dabei, es wieder zu beschaffen

Das wichtigste ist Ihre Sicherheit.

Was ist mit meinen Kindern?

Kindern stehen im Frauenhaus eigene Unterstützungsangebote zur Verfügung.
Das Wohl und der Schutz der Kinder und Jugendlichen stehen für die Mitarbeiterinnen des Kinderbereichs im Mittelpunkt.

Regelmäßige Gruppenangebote erleichtern es, mit der neuen schwierigen Situation umzugehen. Kinder besuchen regelmäßig, je nach Alter entweder am Vormittag die Vorschulgruppe oder am Nachmittag die Schulkindergruppe. Zu den Gruppeninhalten gehören Spiel, Spaß, kreative Angebote und Bewegungsaktivitäten, auch die kindgerechte Bearbeitung der erlebten Gewalt.

Wenn ein Kind einen besonderen Bedarf an Unterstützung hat, können in einem Einzelangebot besondere Problematiken bearbeitet werden.

Ist das Frauenhaus nur für Frauen, die geschlagen werden?

Gewalt durch Beziehungspartner hat viele Gesichter:

  • Schlagen, stoßen, würgen, mit einer Waffe bedrohen
  • Mutwilliges Zerstören der Wohnungseinrichtung oder persönlicher Sachen
  • Drohen, einschüchtern: „Ich bringe dich um, wenn du mich
  • verlässt!“ – „Ich nehme dir die Kinder weg!“
  • Beschimpfen, abwerten, in der Öffentlichkeit diffamiere
  • oder lächerlich machen
  • Dauernde Anrufe, Bespitzelung, Verfolgung, Belästigung
  • Unbegründete Eifersucht Zuhause einsperren, Umgang mit
  • Freunden verbieten
  • Geld vorenthalten, Papiere wegnehmen, kontrollieren
  • Zu sexuellen Handlungen zwingen

Wenn Dir solche Dinge geschehen, kannst Du Hilfe in Anspruch nehmen.

Gibt es auch Männerhäuser?

Männer sind laut Kriminalstatistik häufiger als Frauen Opfer von angezeigten Körperverletzungen. Die Täter sind dabei überwiegend ebenfalls Männer. Diese Gewalt passiert zudem meist im öffentlichen Raum, dagegen findet Gewalt gegen Frauen eher im privaten Umfeld statt, durch überwiegend männliche Täter und zielt auf Macht und Unterwerfung.

Für Männer als Opfer gibt es in dieser Gesellschaft besonders wenig Mitgefühl – Opfer zu sein passt nicht zur männlichen Rolle. Veränderungen sind im Interesse des Leids der Opfer ebenso wünschenswert wie ein Nachdenken über die Strukturen, die Männer zu Tätern machen. Ob Männerhäuser hierfür einen adäquaten Beitrag leisten können, ist noch nicht geklärt.